Mit einer Petition und neuen politischen Vorstössen treibt das Egerkinger Komitee ein Kopftuchverbot an Schulen voran. Fachleute warnen vor heiklen Eingriffen in die Religionsfreiheit.
Es ist islamkritisch und mächtig: Das Egerkinger Komitee war mit der Minarettinitiative 2009 und dem Verhüllungsverbot 2021 gleich zweimal an der Urne erfolgreich – und hat damit gezeigt, wie weit man mit emotional aufgeladenen Religionskontroversen die politische Diskussion dominieren kann.
Nun lanciert das SVP-nahe Komitee unter seinem Präsidenten, dem ehemaligen SVP-Nationalrat Walter Wobmann, das nächste Projekt. Mit einer Petition und Vorstössen im Parlament will es ein Kopftuchverbot an Schulen für Lehrerinnen und für Mädchen bis 16 Jahre durchsetzen.
Am Montag hat das Komitee seine Petition mit über 12’000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Die Petition verlangt, dass an öffentlichen Schulen keine Kopftücher mehr getragen werden dürfen – weder von Lehrerinnen noch von Schülerinnen. Eine Petition ist allerdings politisch nicht verbindlich.
